Wohnen im Wandel, Teil 3
Ein eigenes Haus mit Garten. Für viele junge Familien gehört das einfach dazu. Endlich genügend Platz für die Kinder, eine Terrasse zum gemeinsamen Essen, vielleicht ein paar Obstbäume und Gemüse aus dem eigenen Garten. Wenn eine Familie mit Mitte 30 in ihr neues Zuhause zieht, stehen meistens ganz andere Fragen im Vordergrund als das Älterwerden. Die Kinder sollen draußen spielen können, man möchte Freunde einladen und vielleicht zum ersten Mal eigene Tomaten ernten.
Aber hast Du schon einmal darüber nachgedacht, wie dieser Garten in 25 oder sogar 45 Jahren aussehen wird? Was passiert, wenn aus den kleinen Obstbäumen stattliche Bäume geworden sind, die Kinder längst ausgezogen sind und die Schaukel kaum noch genutzt wird? Oder wenn die Gartenarbeit irgendwann nicht mehr so leicht von der Hand geht?
Ein Garten verändert sich ständig. Bäume wachsen, Sträucher breiten sich aus und die Bedürfnisse seiner Bewohner verändern sich ebenfalls. Deshalb sollten wir bei der Gartengestaltung nicht nur an die nächsten fünf Jahre denken. Anhand eines Familiengartens möchte ich Dir zeigen, welche Entscheidungen schon bei der ersten Planung sinnvoll sind und wie sich dasselbe Grundstück über mehrere Jahrzehnte entwickeln kann.
Mit 35 Jahren: Ein Garten für die ganze Familie

Die Eltern sind 35 Jahre alt, die Kinder noch klein. Die Familie ist gerade in ihr neues Haus gezogen und hat den Garten nach ihren Vorstellungen angelegt. Auf der rechten Seite stehen eine Schaukel und ein Sandkasten. Die große Rasenfläche bietet genügend Platz zum Spielen und Toben. Links wachsen Gemüse und Kräuter in Hochbeeten. Die Kinder dürfen bei der Gartenarbeit helfen und erleben, wie aus kleinen Pflanzen Salat, Tomaten und Erdbeeren werden.
Natürlich bekommt jedes Kind auch einen eigenen Obstbaum. Die Tochter entscheidet sich für einen Apfelbaum, der Sohn möchte lieber Birnen. Beide Bäume werden gemeinsam gepflanzt und sollen die Familie möglichst lange begleiten. Entlang der Grundstücksgrenze wachsen junge Sträucher, und im hinteren Bereich wurde ein kleiner Schwimmteich mit einer Holzterrasse angelegt. Eine geeignete Einfriedung mit kindersicherem Zugang schützt den Wasserbereich. Gerade wenn auch jüngere Kinder zu Besuch kommen, darf man die Gefahren einer offenen Wasserfläche nicht unterschätzen. Die Aufsicht bleibt trotzdem notwendig.
Das Gartenhaus steht bewusst näher am Wohnhaus. Dort werden Werkzeuge, Gartengeräte und Spielzeug aufbewahrt. Und über die Rasenfläche fährt bereits ein Mähroboter. Auf den ersten Blick ist das ein ganz normaler Familiengarten. Tatsächlich wurden bei der Planung aber einige Entscheidungen getroffen, die sich auch viele Jahre später noch als sinnvoll erweisen können.
Warum eine große Rasenfläche durchaus sinnvoll sein kann
Rasen gilt häufig als pflegeintensiv. Schließlich muss er regelmäßig gemäht und je nach Witterung auch bewässert werden. Trotzdem kann eine zusammenhängende Rasenfläche praktischer sein als viele kleine, verwinkelte Grünflächen. Wenn sie von Anfang an für einen Mähroboter geplant wird, lässt sich ein großer Teil der Mäharbeit automatisieren. Dafür müssen die Übergänge zwischen den einzelnen Bereichen, die Rasenränder und mögliche Hindernisse berücksichtigt werden. Auch die spätere Entwicklung der Bäume spielt eine Rolle, denn wo heute noch die Sonne scheint, kann in 25 Jahren ein großer Teil des Rasens im Schatten liegen.
Ein Mähroboter nimmt Arbeit ab, ersetzt aber nicht die gesamte Rasenpflege. Außerdem sollte er zum Schutz von Igeln und anderen Kleintieren nur tagsüber eingesetzt werden. Wichtig ist auch, dass später angelegte Wege die Fahrmöglichkeiten des Roboters nicht unnötig einschränken. Bereits bei der ersten Planung kann man darüber nachdenken, wie sich eine befestigte Verbindung durch die Rasenfläche integrieren lässt.
Kurze Wege und die richtige Bewässerung
Bei vielen Gartenplanungen wird das Gerätehaus irgendwo in die hinterste Ecke gesetzt. Dort stört es schließlich am wenigsten. Allerdings müssen dann auch Werkzeuge, Schubkarre, Blumenerde und andere Materialien durch den gesamten Garten transportiert werden. In unserem Beispiel steht das Gartenhaus deshalb näher am Wohnhaus. Die Wege sind kürzer, Geräte schnell erreichbar und schwere Gegenstände lassen sich leichter transportieren. Was mit 35 praktisch ist, kann mit 80 noch viel wichtiger werden.
Auch eine automatische Bewässerungsanlage wurde bereits bei der Neuanlage berücksichtigt. Je nach System lassen sich Rasenflächen, Gemüsebeete, Obstbäume und Stauden getrennt versorgen. Moderne Steuerungen können per App bedient werden und teilweise Wetterdaten oder Bodenfeuchtesensoren berücksichtigen. Das erleichtert nicht nur die Gartenpflege, sondern kann bei richtiger Einstellung auch helfen, Wasser gezielter einzusetzen. Automatisch bedeutet allerdings nicht zwangsläufig wassersparend. Entscheidend sind die richtige Dimensionierung, die passende Bewässerungsdauer und eine regelmäßige Kontrolle.
Wer bereits beim Anlegen des Gartens die notwendigen Wasserleitungen, Stromanschlüsse und gegebenenfalls eine Regenwassernutzung berücksichtigt, erspart sich spätere Erdarbeiten. Gerade unter Terrassen und befestigten Wegen ist das ein großer Vorteil.
Feng Shui beginnt bereits bei der Gartenplanung
Bevor die Familie ihre Obstbäume pflanzt und die Wege anlegt, wurde das Grundstück aus Feng-Shui-Sicht betrachtet. Dabei geht es zunächst um das Gebäude und seine Ausrichtung, den Grundstückszuschnitt, die Zugänge und die räumliche Gliederung. Welche Bereiche sollten offen bleiben? Wo benötigen wir Schutz? Wie verlaufen die Wege und wie verbinden wir die verschiedenen Gartenbereiche miteinander?
Auch die Lage des Schwimmteichs wurde in diese Überlegungen einbezogen. In unserem Beispiel befindet er sich im hinteren Gartenbereich. Daraus lässt sich allerdings keine allgemeine Feng-Shui-Regel ableiten. Wo eine Wasserfläche sinnvoll angelegt werden kann, hängt von der individuellen Analyse ab. Dazu kommen natürlich die tatsächlichen Grundstücksverhältnisse, die Besonnung und die baulichen Voraussetzungen.
Ein Obstbaum für jedes Kind
Besonders schön finde ich die Möglichkeit, Kinder in die Feng-Shui-Gestaltung einzubeziehen. In der klassischen Zuordnung der acht Trigramme steht der Osten für den ältesten Sohn. Der Südosten wird der ältesten Tochter zugeordnet. Beide Bereiche gehören zum Element Holz, das im Feng Shui unter anderem mit Wachstum und Entwicklung verbunden wird.
Die Kinder dürfen sich deshalb ihre Obstsorten selbst aussuchen. Die genaue Position der Bäume wird unter Berücksichtigung der Bagua-Bereiche, der späteren Kronengröße und der tatsächlichen Standortbedingungen festgelegt. So entsteht eine persönliche Verbindung zwischen den Kindern und ihrem Garten. Gleichzeitig werden die Bäume Bestandteil der ursprünglichen Feng-Shui-Gestaltung.
Auch mögliche Fehlbereiche des Hauses sollten bei der Gartenplanung berücksichtigt werden. Vielleicht werden dafür bestimmte Pflanzungen, Beleuchtungen oder bauliche Elemente vorgesehen. Solche Maßnahmen gehören zur individuellen Planung und sollten nicht irgendwann gedankenlos entfernt werden, nur weil der Garten verändert werden soll.
Wenn Du Deinen Garten nach Feng Shui gestalten möchtest, solltest Du diese Zusammenhänge möglichst früh berücksichtigen. In meiner dreiteiligen E-Book-Reihe „Feng Shui im Garten“ erkläre ich ausführlicher, welche Rolle die Gebäudeausrichtung, die verschiedenen Gartenbereiche, Wege, Pflanzen und Wasserflächen spielen. Dazu gehört auch ein konkretes Praxisbeispiel mit Analyse und Optimierung.
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Mit 60 Jahren: Der Garten ist erwachsen geworden

25 Jahre später sieht das Grundstück völlig anders aus. Die Kinder sind längst ausgezogen und die Obstbäume haben inzwischen große Kronen entwickelt. Die ursprünglich kleinen Sträucher sind zu einer dichten Bepflanzung herangewachsen. Die Bäume spenden Schatten, die Hecken bieten Sichtschutz und der Garten hat eine ganz andere räumliche Wirkung als beim Einzug.
Der Garten ist gepflegt und wunderschön eingewachsen. Aber er macht auch Arbeit. Die Obstbäume müssen geschnitten, die Früchte geerntet und das Laub entfernt werden. Die Sträucher benötigen regelmäßige Pflege, die Beete müssen bearbeitet werden und auch die Technik am Schwimmteich braucht Aufmerksamkeit.
Die Eltern sind inzwischen 60 Jahre alt. Vielleicht haben sie sogar mehr Zeit für ihren Garten als früher. Vielleicht möchten sie diese Zeit aber auch anders verbringen, häufiger reisen oder längere Zeit unterwegs sein. Dann stellt sich irgendwann die Frage, ob sie wirklich noch alles benötigen, was sie vor 25 Jahren mit Begeisterung angelegt haben.
Was brauchen wir von unserem Garten eigentlich noch?
Die Schaukel steht vielleicht immer noch an ihrem alten Platz. Schließlich könnten irgendwann Enkel zu Besuch kommen. Vielleicht wird sie aber auch schon seit Jahren kaum noch genutzt. Dann lässt sich die Spielecke auflösen und die Rasenfläche vergrößern. Der Mähroboter kann diesen Bereich künftig mitpflegen.
Auch die Gemüsebeete verdienen einen zweiten Blick. Eine vierköpfige Familie benötigt andere Mengen als ein Zweipersonenhaushalt. Vielleicht reichen inzwischen zwei kleinere Beete, während andere Bereiche mit pflegeleichteren Stauden bepflanzt werden. Gleiches gilt für die Naschhecke. Wie viele Himbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren werden tatsächlich noch geerntet? Und wie viel Zeit kostet die Pflege?
Es geht nicht darum, möglichst viel abzuschaffen oder den Garten leerzuräumen. Aber wir dürfen uns durchaus von Dingen trennen, die früher sinnvoll waren und heute hauptsächlich Arbeit verursachen.
Die alten Obstbäume bleiben
Der Apfelbaum der Tochter und der Birnbaum des Sohnes stehen weiterhin an ihren ursprünglichen Plätzen. Sie gehören inzwischen zur Geschichte der Familie und sind gleichzeitig wichtige Bestandteile der Feng-Shui-Planung. Solche Bäume würde ich nicht einfach entfernen, nur weil die Ernte inzwischen mehr Arbeit macht.
Vielleicht freuen sich Nachbarn oder Freunde über einen Teil der Früchte. Vielleicht übernimmt künftig ein Fachbetrieb den regelmäßigen Baumschnitt. Entscheidend ist, dass die Bäume entsprechend ihrer Art und Entwicklung gepflegt werden. Sehr alte Obstbäume lassen sich nicht beliebig stark zurückschneiden, ohne sie möglicherweise zu schädigen.
Es kann also sinnvoll sein, nicht nur die Gestaltung des Gartens zu verändern, sondern auch die Organisation seiner Pflege.
Die ursprüngliche Feng-Shui-Analyse erneut betrachten
Nach 25 Jahren haben sich nicht nur die Pflanzen verändert. Auch die räumliche Situation ist eine andere geworden. Die großen Baumkronen werfen möglicherweise Schatten auf Bereiche, die früher sonnig waren. Hecken können Wege einengen oder Sichtverbindungen unterbrechen. Manche Bereiche wirken heute deutlich geschlossener als bei der ursprünglichen Planung.
Bevor größere Veränderungen vorgenommen werden, sollte deshalb geprüft werden, welche Maßnahmen aus Feng-Shui-Sicht bewusst eingeplant wurden. Gehört ein Baum zu einem bestimmten Bagua-Bereich? Wurde eine Pflanzung zum Ausgleich eines Fehlbereichs angelegt? Hat eine Beleuchtung eine bestimmte Funktion?
Dann können wir diese Dinge nicht einfach entfernen oder durch andere ersetzen, ohne die ursprüngliche Planung zu berücksichtigen. Natürlich darf sich der Garten verändern. Es geht darum, notwendige Anpassungen so vorzunehmen, dass seine Gestaltung und die Feng-Shui-Analyse weiterhin zusammenpassen.
Mit 80 Jahren: Ein Garten, der immer noch Freude macht

Noch einmal 20 Jahre sind vergangen. Die Hausbesitzer sind inzwischen 80 Jahre alt und leben weiterhin in ihrem Zuhause. Auch der Garten hat sich erneut verändert. Die alten Obstbäume stehen noch immer, ihre Kronen wurden fachgerecht gepflegt und bieten inzwischen wunderbare Schattenplätze. Die Schaukel ist längst verschwunden und die Rasenfläche wieder großzügiger geworden.
Der Mähroboter übernimmt weiterhin das Mähen und die automatische Bewässerung versorgt die Pflanzen. Natürlich müssen beide Systeme regelmäßig kontrolliert und gewartet werden. Aber viele der früher notwendigen Arbeiten lassen sich dadurch reduzieren.
Sichere Wege und kurze Entfernungen
Eine der wichtigsten Veränderungen betrifft die Wegeführung. Ein geschwungener, befestigter Weg führt von der Terrasse durch den Garten bis zum Gartenhaus. Er ist ausreichend breit, möglichst eben und mit einer festen, rutschhemmenden Oberfläche ausgestattet. So kann er auch mit einer Gehhilfe genutzt werden, sofern die konkreten Abmessungen und Gefälle dafür geeignet sind.
Lose Kiesflächen, unregelmäßig verlegte Trittplatten und hohe Kanten können mit zunehmendem Alter Schwierigkeiten verursachen. Das bedeutet allerdings nicht, dass überall Geländer angebracht werden müssen. Handläufe sind vor allem dort sinnvoll oder notwendig, wo Höhenunterschiede, Stufen oder andere besondere Gefahrenstellen vorhanden sind. Auch die Übergänge zwischen Terrasse und Garten sollten möglichst sicher und bequem gestaltet sein.
Bei der Planung der neuen Wege wurde außerdem darauf geachtet, dass der Mähroboter weiterhin alle vorgesehenen Rasenflächen erreichen kann. Je nach Gerät und Wegebelag kann dafür eine geeignete, möglichst niveaugleiche Querung notwendig sein.
Gemüse und Kräuter näher an die Terrasse
Auch die Nutzung der Beete hat sich verändert. In den gemauerten Pflanzflächen unmittelbar an der Terrasse wachsen jetzt Salat, Tomaten und verschiedene Küchenkräuter. Die Pflanzen sind schnell erreichbar und können gepflegt und geerntet werden, ohne dafür durch den gesamten Garten laufen zu müssen.
Die früheren Gemüsehochbeete im hinteren Bereich wurden dagegen mit Blumen bepflanzt. Mit einer passenden Auswahl mehrjähriger Stauden lässt sich der Pflegeaufwand reduzieren. Ganz ohne Arbeit geht es allerdings auch hier nicht.
Bei der Gestaltung der Pflanzflächen kommt es auf die richtige Arbeitshöhe und Erreichbarkeit an. Ein Hochbeet ist nicht automatisch rückenschonend. Wer sich weit nach vorne beugen muss, gewinnt dadurch möglicherweise wenig. Wenn später auch im Sitzen gearbeitet werden soll, müssen die Konstruktion und die notwendigen Bewegungsflächen entsprechend geplant werden.
Bequeme Gartenmöbel gehören ebenfalls dazu
Auf der Terrasse stehen inzwischen andere Gartenmöbel. Die neuen Stühle haben höhere Rückenlehnen, Armlehnen und eine angenehme Sitzhöhe. Das erleichtert das Hinsetzen und Aufstehen. Auch am Schwimmteich wurden die niedrigen Gartenliegen durch bequemere Sitzmöbel ersetzt.
Der Schwimmteich selbst ist geblieben. Vielleicht wird er noch regelmäßig zum Schwimmen genutzt, vielleicht sitzen die Bewohner inzwischen lieber am Wasser und genießen ihren Garten. Wichtig ist, dass die Wege dorthin sicher sind und die Holzterrasse regelmäßig auf ihren Zustand überprüft wird. Auch die Absicherung des Teichs bleibt notwendig, insbesondere wenn Kinder zu Besuch kommen.
Ein naturnaher Schwimmteich benötigt übrigens ebenfalls Pflege. Wasserqualität, Pflanzen, Filtertechnik und die Randbereiche müssen kontrolliert werden. Er ist deshalb nicht automatisch pflegeleichter als ein herkömmlicher Pool.
Moderne Technik unterstützt die Gartenpflege
Unser Beispiel zeigt, dass technische Unterstützung nicht erst im Alter interessant wird. Der Mähroboter wurde bereits beim Einzug eingesetzt, die Bewässerung von Anfang an automatisiert. Auch die Gartenbeleuchtung lässt sich über Zeitprogramme, Sensoren oder Apps steuern.
Bei einer Neuplanung lohnt es sich deshalb, rechtzeitig über Leitungen, Anschlüsse und mögliche spätere Erweiterungen nachzudenken. Vielleicht möchte man irgendwann zusätzliche Bewässerungszonen einrichten, weitere Leuchten installieren oder technische Einrichtungen am Schwimmteich automatisieren.
Allerdings sollte man Technik nicht nur danach auswählen, was sie alles kann. Sie muss zuverlässig funktionieren und im Alltag einfach zu bedienen sein. Eine Bewässerungsanlage, die ständig falsch eingestellt ist, spart weder Arbeit noch Wasser. Und ein Mähroboter, der dauernd an Engstellen hängen bleibt, ist keine wirkliche Erleichterung.
Gerade im Hinblick auf spätere Lebensphasen finde ich es wichtig, dass solche Systeme möglichst auch ohne Smartphone bedient werden können. Schließlich sollte eine technische Erleichterung nicht zu einer neuen Abhängigkeit werden.
Gartenbeleuchtung: Sicherheit und Feng Shui verbinden

Ein Garten soll nicht nur tagsüber schön aussehen. Gerade in den Abendstunden ist eine durchdachte Beleuchtung wichtig, damit Wege, Zugänge und mögliche Höhenunterschiede gut erkennbar bleiben. Das gilt besonders für den Weg zum Gartenhaus, den Terrassenbereich und den Zugang zum Schwimmteich.
Dabei müssen wir nicht den gesamten Garten hell ausleuchten. Blendfreie, gezielt eingesetzte Leuchten können die wichtigen Bereiche ausreichend sichtbar machen. Zusätzliche Lichtakzente an ausgewählten Pflanzen, Mauern oder Bäumen sorgen für eine angenehme Atmosphäre.
Auch aus Feng-Shui-Sicht ist Beleuchtung ein Gestaltungsmittel. Sie kann bestimmte Bereiche betonen und innerhalb einer individuellen Analyse beispielsweise beim Ausgleich eines Fehlbereichs eingesetzt werden. Solche bewusst geplanten Maßnahmen sollten bei späteren Veränderungen berücksichtigt werden. Es hilft schließlich wenig, wenn eine Leuchte nach 25 Jahren vollständig von einer inzwischen großen Hecke verdeckt wird.
Gleichzeitig sollten wir die Auswirkungen künstlicher Beleuchtung auf Tiere und Insekten beachten. Dauerhaft eingeschaltete Strahler sind meistens nicht notwendig. Warmes, gezielt nach unten gerichtetes Licht, Bewegungsmelder und zeitlich begrenzte Beleuchtung sind oft die bessere Lösung. Besonders Wasserflächen müssen nicht die ganze Nacht angestrahlt werden.
Muss ein Garten im Alter kleiner werden?
Nein, nicht unbedingt. Ein großes Grundstück kann auch mit 80 Jahren noch wunderbar sein. Entscheidend ist, wie viel Arbeit es verursacht, welche Bereiche tatsächlich genutzt werden und ob die notwendigen Pflegearbeiten selbst übernommen werden können oder sollen.
Manchmal reicht es, einzelne Beete zu verkleinern, die Bewässerung zu automatisieren oder Wege zu verbessern. Vielleicht übernimmt künftig ein Gärtner den Baumschnitt oder die regelmäßige Pflege bestimmter Bereiche. Manchmal stellt sich aber tatsächlich die Frage, ob das Grundstück langfristig noch zur eigenen Lebensplanung passt.
Das kenne ich auch von meinem Grundstück in Spanien. Nicht unbedingt das Haus ist dabei die Herausforderung, sondern die Arbeit, die ein großes Grundstück mit sich bringt.
Deshalb sollten wir nicht nur darüber nachdenken, ob unser Haus für spätere Lebensphasen geeignet ist. Auch der Garten gehört zu unserem Zuhause und sollte in diese Überlegungen einbezogen werden.
In meinem ersten Beitrag der Reihe „Wohnen im Wandel: Wie wollen wir in Zukunft wohnen?“ beschäftige ich mich mit der Frage, wie sich unsere Wohnbedürfnisse verändern und warum wir darüber möglichst frühzeitig nachdenken sollten. Im zweiten Beitrag geht es darum, dass manchmal nicht das Haus zu groß wird, sondern das Grundstück mit seiner gesamten Pflege und Instandhaltung. Dein Grundstück altersgerecht gestalten.
Was können wir also schon in jungen Jahren berücksichtigen?
Eine ganze Menge. Wir können Obstbäume so pflanzen, dass sie genügend Platz für ihre spätere Entwicklung haben. Wir können Wege und Gartenbereiche so anlegen, dass sie sich später ohne größere Umbauten verändern lassen. Wir können das Gartenhaus sinnvoll platzieren, Wasseranschlüsse vorbereiten und technische Hilfsmittel von Anfang an berücksichtigen.
Auch bei der Feng-Shui-Gestaltung können wir bereits überlegen, welche Elemente langfristig Bestand haben sollen und wie sich die verschiedenen Bereiche später anders nutzen lassen.
Das bedeutet nicht, dass wir unseren Familiengarten schon mit 35 so gestalten müssen, als wären wir bereits 80. Die Kinder dürfen spielen, die Gemüsebeete dürfen groß sein und natürlich darf auch eine Schaukel aufgestellt werden. Aber wir sollten die Möglichkeit einplanen, diese Bereiche irgendwann anders zu nutzen.
Vielleicht ist genau das der entscheidende Gedanke bei einer vorausschauenden Gartenplanung: Wir müssen nicht wissen, wie unser Leben in 25 oder 45 Jahren aussieht. Aber wir können bereits heute dafür sorgen, dass unser Garten sich verändern lässt, ohne jedes Mal alles neu anlegen zu müssen.
Und wenn Du jetzt einmal durch Deinen eigenen Garten gehst, schau Dir doch die Bereiche an, die Du vor vielen Jahren mit Begeisterung gestaltet hast. Würdest Du sie heute noch genauso planen? Oder gibt es bereits Dinge, die Du gerne verändern würdest?
Dein Gartencheck: Wie gut ist Dein Garten auf die Zukunft vorbereitet?
Vielleicht sind Dir beim Lesen schon einige Dinge eingefallen, die Du in Deinem eigenen Garten anders gestalten würdest. Mit meinem kostenlosen Gartencheck kannst Du anhand von zwölf Fragen überprüfen, welche Bereiche bereits gut geplant sind und wo sich Veränderungen lohnen könnten.
Wie sieht Dein Garten in 20 Jahren aus?
Heike Schauz | Bauen & Renovieren mit Feng Shui
Hinweis: Die Gartenbilder wurden mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt und zeigen beispielhafte Gestaltungsmöglichkeiten. Sie ersetzen keine individuelle Gartenplanung oder fachliche Prüfung von Sicherheit und Barrierefreiheit.